MUSE in Neuburg
„Muse in ND“ an der Ostendschule
Das Projekt wurde initiiert von der Stadt Neuburg im Rahmen der Städtebauförderung „Soziale Stadt“ und wird an der Grundschule Neuburg-Ost und an der Grundschule am Schwalbanger durchgeführt..
„Muse in ND“ wurde konzipiert in Anlehnung an das Mus-E Programm der Yehudi Menuhin Stiftung und wird von TheArtrium aus Neuburg durchgeführt.
Ausführende sind Josef Egerer und Norbert Heine. Für spezielle Unterrichtseinheiten, vor allem im Bereich der Bildenden Künste und des Tanzes, werden Künstler bzw. Referenten von TheAtrium engagiert.
Wie wird das Projekt durchgeführt?
Ab der 2. Klasse findet „Muse in ND“ einmal wöchentlich über zwei Schulstunden hinweg statt. „Muse in ND“ erfordert keine zusätzlichen Unterrichtsstunden, sondern wird in den Stundenplan integriert.
Nach einem Jahr wird das Projekt evaluiert. Über die Weiterführung in der 3. und 4. Klasse wird neu entschieden.
Die Klassenlehrkraft ist bei den „Muse in ND“ - Stunden anwesend, bleibt verantwortlich für den Unterricht und spricht sich regelmäßig mit den Künstlern ab.
Die Künstler sind dafür verantwortlich, die „Muse in ND“ - Stunden vorzubereiten und im Sinne der „Muse in ND“ - Ziele durchzuführen. Sie sollen mit ihrem Angebot die Kinder ansprechen und die Lehrer in den Prozess miteinbeziehen.
Die Schülereltern werden von TheArtrium und der Schule über das Projekt informiert.
Die Schule stellt für die „Muse in ND“ - Stunden einen Raum zur Verfügung. Unterrichtsmaterialien, Instrumente und Ausstattung werden von den Referenten/Künstlern zur Verfügung gestellt bzw. organisiert.
Jeder Schüler führt ein Tagebuch zu den „Muse in ND“ - Stunden, das er persönlich gestaltet.
Ziel
Ziel von „Muse in ND“ ist es, die Persönlichkeit des Kindes zu entfalten, seine Kreativität und Ausdrucksfähigkeit zu fördern. Darüber hinaus wird durch die Arbeit im Klassenverband die soziale Kompetenz gestärkt. Dabei will „Muse in ND“ Kindern einen Zugang zu jeglicher Kunst eröffnen und Vielfalt als Bereicherung einer Gemeinschaft erfahrbar machen. „Muse in ND“ will die Lehrer ausdrücklich in den Prozess einbinden.
Ein großes Ziel des „Muse in ND“ - Programms ist es, die Multikulturalität der Kinder zu thematisieren und für die Arbeit zu nutzen. An vielen Schulen sind verschiedenste Nationalitäten vertreten. Wird diese Vielfalt aufgegriffen und in kreativer Weise umgesetzt, so ist ein wesentlicher Beitrag für das Verständnis untereinander geleistet.
Die Arbeit in „Muse in ND“ ist langfristig angelegt. Es ist nicht Zweck des Programms, Aufführungen bzw. Präsentationen zu entwickeln, außer es sollte sich aus der Arbeit ergeben. Der Weg ist das Ziel. Wichtiger als das Streben nach dem Endpunkt sind die Förderung der Empfindungen und Wahrnehmungen jedes einzelnen Kindes und die Stärkung seines Selbstwertgefühls. Das Kind soll sich selbst, aber auch seine Mitschüler als wichtige und gleichberechtigte Mitglieder eines sozialen Gefüges erfahren.
Was spricht für das Projekt?
1. „Muse in ND“ ist integrativ.
Durch die Auseinandersetzung mit Kunst als universelle Sprache der Menschheit werden in „Muse in ND“ Grenzen überwunden, Vorurteile abgebaut und kulturelle Vielfalt als Ressource erlebt.
2. „Muse in ND“ ist präventiv.
In der Begegnung mit Kunst und Künstlern werden Kinder und Jugendliche herausgefordert, ihre Potentiale zu entfalten. Sie haben die Wahl, sich etwas zuzutrauen, die Wahl, sich eine eigene Meinung zu bilden, die Wahl, eigenverantwortlich mit sich und Anderen umzugehen.
3. „Muse in ND“ ist exemplarisches Lernen.
„Muse in ND“ ist ein bewertungsfreier Erprobungs- und Gestaltungsraum, in dem es nicht um Leistung oder Vermittlung von Inhalten geht, sondern vielmehr um die eigene Wahrnehmung, das eigene Gestalten, das eigene Fragen und Deuten – und somit um selbstbestimmtes Lernen.
4. „Muse in ND“ ist Menschenbildung.
„Muse in ND“ stellt die Entfaltung der Persönlichkeit, die Förderung der Kreativität und Ausdrucksfähigkeit und die Stärkung der sozialen Kompetenz in den Fokus.
5. „Muse in ND“ verändert Schule.
Durch die Integration von externen Künstlern als ‚Dritte‘ im Unterricht und dem damit verbundene Rollen- und Perspektivwechsel der Lehrer wird eine neue Lernkultur etabliert.
6. „Muse in ND“ ist nachhaltig.
„Muse in ND“ ist - im Unterschied zu Kunst in Neigungsgruppen oder als Wahlfach – integrierter Bestandteil des Unterrichts und findet im Klassenverband unter Mitwirkung der Lehrer über einen Zeitraum von drei Jahren statt.
7. „Muse in ND“ entwickelt sich.
Durch den ständigen Kontakt zum Klassenlehrer kann auf individuelle Ansprüche der Schüler eingegangen werden. Vierteljährlich findet eine Feedbackrunde zwischen Schulleitung, Klasslehrer und Referenten statt, wo Inhalte geändert bzw. hinzugefügt werden können.
